Beauty Comes With Dark Thoughts
Eine kleine Kurzgeschichte I

Zwei grüne Augen funkelten gen Wohnzimmertüre. Gleich sollte es so weit sein, sie wusste es. Ohne das die junge Frau es merkte fraßen sich Fingernägel voller Angst in die Armlehnen der Sessel. Es rührte sich etwas im Flur. Die Schritte wurden lauter und greifbarer. Aus dem Schatten auf dem Wohnzimmerboden ward bald eine Gestalt geworden welche sich durch die Türe schob. Waren die Schmerzen der letzten nacht nicht noch real genug? Musste sie wirklich neue ertragen? Zu schnell kam die Antwort auf die Frage, zu schnell sah sie auf den kalten Fliesenboden des Wohnzimmers, vom Sessel befördert durch einen gezielten Schlag auf ihre Wange. Tränen wollten schon seit Jahren keine mehr fließen, so auch heute nicht. Wenn sie ruhig dalag, ging es schneller vorbei. So lernte sie recht schnell. Die Hand der jungen Frau, welche sich am Boden abstützte trug den Ring. Sang von einer Verpflichtung die sie doch eigendlich nie leisten wollte und doch musste sie. Ein Ruck zog sie aus den Gedanken, ein stechender Schmerz der dumpf durch ihren Körper floh und ihr zeigte das sie sich nicht in ihre Gedanken flüchten konnte auch wenn sie es so wünschte. Ruhig lag sie am Boden, das gesicht von ihm abgewendet, ihm nur den Rücken zugewand und das was er brauchte um sie immer und immer wieder zu demütigen. Um ihr immer wieder zu zeigen das sie nichts in seinen Augen wert war. Ein Weib was ihm die Wohnung putzte, seine Launen ertrug und jeden Abend zu ehelichen Pflichten gerufen wurde. Mit jedem Stoß zersprang ihr Herz aufs neue, mit jedem Keuchen brach ihre Seele ein Stück weit auseinander. Es war zu Ende, hatte viel zu lange gedauert, in ihrem Denken zumindest, war jede Sekunde viel zu lang. Sie blieb liegen, ignorierte die Drohnungen und die Beschimpungen. Bis es ruhig wurde. Mit einem mal viel zu ruhig. Der Blick wanderte umher, doch er war weg. Angst breitete sich schnell aus denn wenn sie ihn nicht im Auge hatte kamen die Sorgen das er sich etwas angetan haben könnte. So stand sie auf, alles an ihrem Körper begann schlagartig zu schmerzen. Doch es war egal. Wo war er? Der Mann den sie irgendwann einmal zu lieben gehofft hatte. Sie fand ihn im Schlafzimmer, Tränen liefen über seine Wangen. Seine blauen Augen flehten sie nach Hilfe an. So stieg sie ins Bett, legte seinen Kopf auf ihren blutenden Schoß den er gerade noch benutzt hatte wie ein wertloses Kleidungsstück welches man in die Ecke warf wenn man es nicht mehr gebrauchen konnte. Seine Tränen brannten auf ihrer haut wärend die junge Frau ihrem Peiniger durch die Haare strich um ihn zu beruhigen und er irgendwann dann einschlief. Mit ihren Worten in seinen Ohren "Du bist nicht Schuld, ich bin es selbst Schuld gewesen... es tut mir leid!"
18.9.08 03:10
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

NAVI

Startseite
Über...
Gästebuch
Kontakt
Archiv


ABOUT

Gedichte, Geschichten, Gedanken
Das Ich

LINKS


CREDITS

Designed by
Host

} Gratis bloggen bei
myblog.de